Karitébaum (Vitellaria paradoxa) in der afrikanischen Savanne

Nilotica Sheabutter vs. normale Sheabutter: Der Unterschied

Kurz gesagt: „Normale“ Sheabutter stammt meist aus Westafrika (subsp. paradoxa) und ist eher fest. Nilotica Sheabutter stammt aus Ostafrika (subsp. nilotica), enthält mehr Ölsäure und ist deshalb von Natur aus weich, cremig und mild im Duft. Beide pflegen reichhaltig – sie fühlen sich nur sehr unterschiedlich an.

Sheabutter gehört zu den beliebtesten natürlichen Pflegefetten der Welt. Weniger bekannt ist, dass es zwei Unterarten des Karitébaums gibt, deren Butter sich in Textur, Duft und Hautgefühl deutlich unterscheidet:

  • Westafrikanische Sheabutter (Vitellaria paradoxa subsp. paradoxa) – die „normale“ Sheabutter, die du in den meisten Produkten findest.
  • Nilotica Sheabutter bzw. Shea Nilotica (Vitellaria paradoxa subsp. nilotica) – die seltenere ostafrikanische Sorte.

Herkunft: West- und Ostafrika

Westafrikanische Sheabutter wird in einem breiten Gürtel von Senegal bis Nigeria gewonnen, etwa in Ghana, Burkina Faso, Mali oder Nigeria. Sie macht den Großteil der weltweit gehandelten Sheabutter aus.

Shea Nilotica wächst weiter östlich, vor allem in Norduganda und im Südsudan. Das Verbreitungsgebiet ist deutlich kleiner, und die Butter wird überwiegend aus Wildsammlung gewonnen. Mehr über die Herkunft liest du in Was ist Nilotica Sheabutter?.

Der wichtigste Unterschied: die Fettsäuren

Sheabutter besteht hauptsächlich aus zwei Fettsäuren: Stearinsäure und Ölsäure. Ihr Verhältnis bestimmt, wie fest oder weich die Butter ist.

  • Westafrikanische Sheabutter enthält mehr Stearinsäure. Sie ist fester und muss oft zwischen den Händen angewärmt werden.
  • Shea Nilotica enthält mehr Ölsäure. Sie ist von Natur aus weich, cremig und schmilzt bei Hautkontakt.

Mehr zu den einzelnen Fettsäuren: Fettsäuren in Sheabutter.

Textur, Duft und Hautgefühl

Den Unterschied merkst du schon beim Öffnen des Tiegels. Westafrikanische Sheabutter ist meist fest, manchmal leicht körnig, und kann je nach Verarbeitung erdig oder rauchig riechen. Shea Nilotica hat eine weiche, fast cremeartige Konsistenz, lässt sich ohne Druck verteilen und duftet nur dezent nussig.

Vitamine und Begleitstoffe

Beide Sorten enthalten in unraffinierter Form natürliche Begleitstoffe wie Vitamin E, Vitamin A und Phytosterole. Die Unterschiede liegen vor allem in Fettsäureprofil, Konsistenz und Hautgefühl. Mehr dazu: Vitamine in Sheabutter.

Wofür eignet sich welche Sheabutter?

Westafrikanische Sheabutter

  • reichhaltige Körperpflege
  • raue Stellen an Ellenbogen, Knien und Fersen
  • als festigende Zutat für selbstgemachte Körperbutter

Shea Nilotica

Der Direktvergleich

Westafrika (subsp. paradoxa)Ostafrika (subsp. nilotica)
Texturfest, wachsartigweich, cremig
Fettsäurenmehr Stearinsäuremehr Ölsäure
Duftintensiver, teils rauchigmild, leicht nussig
Anwendungoft nach Anwärmendirekt aus dem Glas
Verbreitunggroßes Gebiet in Westafrikavor allem Norduganda und Südsudan
Verfügbarkeitweit verbreitetseltener

Fazit

Beide Sorten stammen vom Karitébaum und pflegen reichhaltig. Wer eine feste, sehr reichhaltige Butter sucht, ist mit westafrikanischer Sheabutter gut bedient. Wer eine weiche, sofort streichfähige und mild duftende Butter für Gesicht, Körper und Haare möchte, wird Shea Nilotica lieben.

Unsere Nilotica Sheabutter von musana care ist unraffiniert, naturbelassen und stammt aus kontrolliert biologischer Wildsammlung in Norduganda.

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